Psychologen, Neurowissenschaftler und, nun ja, der Rest der Menschheit rätseln schon seit geraumer Zeit über die Antwort auf diese Frage. Doch wir müssen Sie leider enttäuschen: Trotz der Landung eines Rovers auf dem Mars und der Züchtung funktionsfähiger Organe in 3D-Druckern verstehen wir die inneren Abläufe unseres Gehirns noch immer nicht vollständig. Wir haben im Grunde nur Hypothesen und Theorien. Welche davon Sie für plausibel halten und welche für völligen Unsinn, bleibt Ihnen überlassen. Ihre Einschätzung ist wahrscheinlich genauso gut wie die jedes Wissenschaftlers. Hier sind jedenfalls einige der bekanntesten Theorien darüber, warum Menschen träumen:
Freuds psychoanalytische Theorie:
Träume als unbewusste Wünsche und Ängste
Freud ging davon aus, dass Träume Ausdruck unserer unbewussten Wünsche und verdrängten Gedanken sind. Laut dieser Theorie ermöglichen sie dem Unterbewusstsein, Wünsche und Ängste auszudrücken, die uns im Wachzustand nicht zugänglich sind. Freud verfasste sogar ein ganzes Buch über die Traumdeutung, dessen Lektüre wir jedoch nur auf eigene Gefahr empfehlen.
Bedrohungsstimulationstheorie:
Träume als Überlebensmechanismen
Laut dieser Theorie hat uns das Träumen einen evolutionären Vorteil verschafft. Es dient als Mechanismus, um bedrohliche Szenarien zu simulieren und so unsere Reaktionen auf potenzielle Gefahren zu üben und zu verfeinern – was unsere Überlebenschancen erhöht. Wenn das tatsächlich so ist, wären wir bestens gerüstet, um jede lebensgroße Spinne zu bekämpfen, die uns begegnet.
Evolutionshypothese:
Träume als adaptive Funktionen
Ähnlich der vorherigen Theorie, aber etwas vielversprechender. Diese Hypothese geht davon aus, dass Träume als eine Art „Probe“ für soziale Interaktionen, Problemlösungen und alltägliche Aktivitäten im Allgemeinen dienen. Dadurch können sie unsere kognitiven und sozialen Fähigkeiten verbessern. Ob das stimmt oder nicht, dieser Mechanismus scheint nicht immer zu funktionieren…
Theorie des Ahnengedächtnisses:
Träume als genetische Erinnerungen
Dieser Theorie zufolge ermöglichen Träume den Zugriff auf die Erinnerungen unserer Vorfahren. Befürworter glauben, dass bestimmte Träume auf vererbten Erfahrungen oder Erinnerungen beruhen, die über Generationen weitergegeben und in unserer DNA kodiert sind. Auch wenn dies etwas abwegig klingen mag, ist die epigenetische Vererbung selbst ein gut dokumentiertes Phänomen in der Biologie und definitiv ein interessantes Thema für unsere medizinisch interessierten Leser!
Die Theorie der „Gehirnentgiftung“:
Träume als Abfallverarbeitung
Diese Theorie besagt, dass unser Gehirn im Schlaf unnötige Gedanken, Gefühle oder Erinnerungen sortiert, um zu entscheiden, welche davon „verworfen“ werden sollen. So ähnlich wie ein Computer, der ein Aufräumprogramm durchführt!
DMT-Freisetzungstheorie:
Träume, die durch natürliche Psychedelika hervorgerufen werden
Diese Theorie besagt, dass Träume durch die natürliche Freisetzung von DMT (Dimethyltryptamin) im Gehirn entstehen (DMT ist eine starke psychedelische Substanz, die gelegentlich zu Rauschzwecken konsumiert wird). Manche vermuten, dass das Gehirn DMT während des REM-Schlafs produziert, was zu lebhaften und oft surrealen Traumerlebnissen führt. Der Beweis: Man braucht keine Drogen, um Spaß zu haben!
Jungs Theorie des kollektiven Unbewussten:
Träume als gemeinsame menschliche Erfahrungen
Jung glaubt, dass wir alle über einen gemeinsamen Fundus an Themen und Symbolen verfügen, auf den wir in unseren Träumen zugreifen können. Auch wenn es etwas unheimlich ist, haben wir manchmal verblüffend ähnliche Träume ...
Puh! Wenn Sie das alles durchgelesen haben, herzlichen Glückwunsch! – Sie haben gerade ein paar interessante Fakten aufgeschnappt, mit denen Sie bei Ihrem nächsten Treffen Eindruck schinden können. Und zum letzten Punkt: Unabhängig von der tatsächlichen Ursache unserer Träume ist eines zweifelsfrei bewiesen: Wer seinen Kopf auf einem Kissenly-Kissen bettet, träumt garantiert schöne Träume – eine Tatsache, die wir und unsere vielen zufriedenen Kunden bestätigen können :-)